Mit Bushcraft starten – So klappt dein Einstieg!

Wie startest du am besten mit Bushcraft? Ich zeige dir wie du die richtige Ausrüstung für deine ersten Abenteuer wählst!

Inhaltsverzeichnis

In jedem Hobby ist es wichtig aufzuzeigen, wie jemand interessiertes am besten in dieses Hobby starten kann. Das möchte ich in diesem Beitrag tun und dir meine 3 Stufen erklären, mit denen du ganz locker in das Hobby Bushcraft einsteigen kannst.

Bevor wir uns dabei aber um die Ausrüstung kümmern, die du zu Beginn als Bushcrafter haben solltest, möchte ich mit dir ein paar Grundgedanken durchgehen.

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Warum sollte man überhaupt in den Wald gehen?

Vielleicht bist du ja noch garnicht soweit, dass du sagst du möchtest Bushcraft unbedingt ausprobieren. Vielleicht bist du noch am überlegen, ob dieses Hobby überhaupt etwas für dich ist.

Lass mich dir also erklären, warum es sich meiner Meinung nach lohnt in den Wald zu fahren und warum du dieses Hobby testen musst!

In unserer heutigen Zeit haben wir oft nur wenige Momente, in denen wir wirklich zur Ruhe kommen können. In denen wir nicht abgelenkt werden von Social Media. In unserem Alltag hasten wir von einer Sache zur nächsten und erleben unsere Tage dabei immer weniger bewusst.

Dieses bewusste erleben kannst du dir im Wald wieder antrainieren. Es gibt im Wald nichts zu tun. Versteh mich nicht falsch. Du kannst unendlich viele Dinge in der Natur machen. Es gibt allerdings keine Pflichten. Wenn du mit deinem gepackten Rucksack losziehst, dann kannst du den kompletten Tag über im Wald sitzen und absolut nichts tun.

Niemand wird dich stören, dich ablenken oder dir Aufgaben aufzwängen. Alles kann – nichts muss. Dadurch wirst du Automaisch anfangen, deine Zeit bewusster zu gestalten. Du beginnst dir Gedanken zu machen, was du eigentlich möchtest.

Diese Situation ändert sich noch einmal ein wenig, wenn du für eine oder mehrere Nächte im Wald bleibst. Plötzlich musst du arbeiten um deine grundlegendsten Bedürfnisse zu stillen. Du musst Holz finden, hacken, anzünden und anschließend Wasser abkochen, nur um etwas zu trinken zu haben. Das gleiche gilt für dein Essen.

Dieses Gefühl, dein eigenes Wasser gekocht zu haben oder zum ersten Mal ein Feuer zu entzünden, von dem du körperlich abhängig bist, solltest du auf jeden Fall erleben.

Abgesehen davon ist der Wald ein genialer Ort um deine körperliche und geistige Gesundheit zu verbessern. Es ist bewiesen, dass die Stoffe, die Bäume abgeben um miteinander zu kommunizieren eine heilende Wirkung auf uns Menschen haben.

Auch die Geräuschkulisse in einem Wald ist eine Attraktion. Die verschiedenen Vögel und Tiere, die du hören kannst, wenn dich ruhig in den Wald setzt und einfach lauschst.

Natürlich geht es beim Buschraft darum Techniken und Methoden zu lernen, wie man mit Messern umgeht oder aus Naturmaterialien Dinge herstellt. Es geht aber eben auch um dieses bewusste erleben seiner Umgebung.

Schaff dir einen festen “Bushcraft” Zeitraum

Wir alle führen ein vollgepacktes und hektisches Leben. Es kann schwer sein endlich den Entschluss zu fassen und einfach rauszugehen. Immerhin geht dafür unter Umständen ein ganzes Wochenende drauf. Und so schiebst du den Gedanken vor dir her, hast andere Dinge zu tun und kommst irgendwie nie dazu.

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig und fest einen passenden Termin auszusuchen und dann durchzuziehen. Wichtig ist dabei auch – Du musst nicht gleich für eine Woche im Wald verschwinden. Ein einzelner Nachmittag reicht vollkommen aus.

Du hast alles was du brauchst

Alles was du brauchst um mit Bushcraft zu starten, hast du bereits zuhause. Denn erstmal brauchst du keine großartige Ausrüstung. Wie du oben vielleicht gelesen hast, geht es vorrangig darum, erstmal die Natur kennenzulernen. Sie aktiv zu erleben und bewusst wahrzunehmen.

Ich habe drei verschiedene Stufen festgelegt. Dabei ging es mir darum dir einen Leitfaden zu geben, an dem du dich bei deinen Anschaffungen orientieren kannst. Dein erster Schritt sollte nicht sein, sofort Ausrüstung zusammen zu kaufen.

Mit meiner Liste, kannst dir aber gut überlegen, was du wann kaufst und ob du einen bestimmten Gegenstand schon jetzt oder erst später Anschaffen willst.

Bushcraft Stufe 1: Beobachten und Erleben

In dieser ersten Stufe geht es darum erstmal ein Gefühl für das Hobby und die Natur zu bekommen. Deshalb habe ich auch nur drei verschiedene Gegenstände aufgelistet, die du anschaffen solltest, wenn du anfängst.

Ein passender Rucksack

Als Grundlage für jedes Abenteuer in der Natur sehe ich immer einen guten Rucksack. Gerade am Anfang sollte hier aber kein Geld investiert werden. Du hast mit Sicherheit irgendeinen Rucksack zuhause rumfliegen, den du sonst für Schule, Uni oder Arbeit verwendest.

Dieser Rucksack wird auch als dein Rucksack auf Wanderung durch den Wald funktionieren. Hier kannst du Essen und Trinken verstauen. Gerade im Sommer und wenn du längere Strecken durch den Wald zurück legst, solltest du deinen Wasserbedarf nicht unterschätzen.

Pack dir also mindestens 2 Liter für den Tag ein. Das ist aber schon relativ wenig. In Stufe 1 hast du noch keine Möglichkeit Wasser selbst abzukochen. Du bist also darauf angewiesen, dass du dir genügend einpackst.

Festes Schuhwerk

Der zweite Gegenstand, den du dir in Stufe 1 besorgen solltest, sind feste Schuhe. Im Wald geht es gerne auch mal rauf und runter und das nicht immer über einfaches Gelände. Rutschige Steine, Pfützen und viele Stolperfallen, machen festes Schuhwerk zu einer Notwendigkeit.

Es kommt sehr oft vor, dass du auf ein wackliges Stück Holz trittst oder du ein Loch im Boden übersiehst. Dann knickt dein Fuß unkontrolliert weg. Ohne feste Schuhe kommst du dann nicht weit.

Du hast bestimmt noch irgendwelche alten Stiefel oder ähnliches bei dir Zuhause rumfliegen. Wenn nicht würde ich tatsächlich raten, dir ein günstiges Paar zu besorgen. Immerhin kannst du diese Schuhe dann auch einsetzen, wenn du andere Aktivitäten verfolgst.

Erste Hilfe Set

Als letzten Punkt auf meiner Liste steht das erste Hilfe Set. Ich habe dir im letzten Abschnitt bereits beschrieben, welche Gefahren im Wald lauern können. Deine Gesundheit ist das höchste Gut, das du schützen musst. Um dich und auch andere erstversorgen zu können, nimm ein entsprechendes Kit mit.

Dieses Erste-Hilfe-Set muss weder teuer noch groß sein. Gerade wenn du alleine unterwegs bist, musst du nicht unendlich viel Material dabei haben. Ich habe z.B. einfach einige Binden, Kompressen, Pflaster und Verbände aus einem alten Verbandskasten aus meinem Auto genommen.

Das alles habe ich dann in eine kleine Molle-Tasche gepackt. Die hängt jetzt bei jeder Tour an meinem Rucksack.

Das Ziel von Stufe 1:

In Stufe 1 versuchst du dich mit dem Hobby Bushcraft bekannt zu machen. Du sammelst erste tiefere Erfahrungen in der Natur und erkundest deinen lokalen Wald. aber wonach suchst du auf deinen Wanderungen in der Natur?

Du kannst Ausschau halten nach einem geeigneten Lagerplatz. Diesen kannst du dann immer wieder aufsuchen, um die Natur zu beobachten. Später kannst diesen Platz dann nutzen um deine Techniken und Fertigkeiten zu schulen und zu verbessern.

Du solltest dich an deinem Lagerplatz wohlfühlen. Am besten suchst du dir einen Platz, der schön abgelegen liegt, damit du nicht ständig von anderen Spaziergängern oder Sportlern gestört wirst. Natürlich ist es nicht illegal im Wald zu sitzen und die Natur zu beobachten.

Ich persönlich bevorzuge es aber, wenn ich weiß dass ich ungestört meinem Hobby nachgehen kann, ohne zu befürchten, dass ich angesprochen oder entdeckt werde.

Stufe 2: Erste Erfahrungen mit Bushcraft Messern und Co.

Du hast also für dich erkannt, dass du gerne mehr Zeit in der Natur verbringen möchtest. Du hast einen geeigneten Platz gefunden und du hast die Natur beobachtet.

Du möchtest jetzt aber mehr machen. Du willst nicht mehr nur zusehen. Du willst noch tiefer in das Waldhandwerk eintauchen und jetzt auch ernsthafte praktische Erfahrungen sammeln?

Dann starten wir jetzt mit Stufe 2! Dafür empfehle ich dir jetzt eine Reihe von Gegenständen, die ab diesem Punkt Sinn machen.

Ein geeignetes Bushcraft Messer

Diesen Gegenstand würden wohl viele als das absolute Minimum an Ausrüstung bezeichnen. Wie wir aber in Stufe 1 gesehen haben, kann man durchaus auch ohne Messer schon eine erholsame und bewusste Zeit in der Natur verbringen.

Wie man das richtige Messer für sich findet, dass habe ich bereits in einem anderen Beitrag behandelt. Hier der Link! Ich möchte dir hier aber dennoch einen kleinen Überblick, worauf es bei einem Messer für mich ankommt.

Die Klinge sollte zwischen 11 und 15 cm lang sein. Damit das Messer auch ordentlich was aushält, ist eine Klingenstärke von mindestens 3mm Pflicht. Der Griff muss gut und vor allem bequem in der Hand liegen. Du wirst unter Umständen mehrere Stunden am Stück mit deinem Messer arbeiten. Da sollte der Griff sehr angenehm zu greifen sein. Sonst macht das schnell keinen Spaß mehr.

Ein gewisses Gewicht sollte ebenfalls vorhanden sein. Das ist auch einer der großen Nachteile von dünnen Messern. Durch die schmalere Klinge, fehlt einfach das notwendige Gewicht, um auch Hackarbeiten verrichten zu können.

Der Griff ist reine Geschmacksache. Wenn du gerne mal was verlierst, dann würde sich orangenes Micarta oder G10 anbieten. Das sieht schnell, wenn man das Messer mal auf dem Boden hat liegen lassen.

Ein brauchbarer Feuerstahl

Vorweg: Wenn du kein Feuer machen möchtest, ist das vollkommen verständlich. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Im Wald ist es verboten. Für mich gehört es dazu.

Um Feuer zu machen, brauchst du einen Feuerstahl. Du kannst natürlich auch ein Feuerzeug verwenden. Ich würde dir sowieso immer raten, als Backup mindestens zwei Feuerzeuge einzupacken. Ansonsten, gibt es noch die Möglichkeit, mit Stahl und Feuerstein Funken zu erzeugen. Das ist aber recht schwierig und erfordert einige Übung.

Genauso ist Feuerbohren keine zuverlässige Technik, wenn du diese nicht beherrschst. Hol dir also einfach einen billigen Feuerstahl und nimm ein Feuerzeug mit.

Über die Zeit kannst dir auch dein eigenes kleines Feuerkit zusammen stellen. Der Erfolg beim Feuermachen ist immer von der richtigen Vorbereitung abhängig. Nimm dir also Zeit Zunder etc. zu sammeln.

Bushcraft Handschuhe

Wenn du anfängst mehr mit Holz und Feuer zu arbeiten, dann kann es angenehm sein, wenn du auch ein paar Handschuhe hast, mit denen du deine Hände schütze kannst.

Wenn ich mit meinem Messer Holz bearbeite ziehe ich mir eigentlich immer Handschuhe an. Du musst nur darauf achten. Mit Handschuhen rutschen Messer und Axt gerne mal etwas mehr.

Wenn du schon ein paar einfache Handschuhe zuhause hast, dann reichen die auch vollkommen aus. Ansonsten findest du günstige im Baumarkt. Ich benutze zum Beispiel die gleichen, die ich auch beim Airsoft spielen anhabe.

Paracord – Beim Bushcraft universell einsetzbar

Wenn es um Bushcraft geht, gibt es wohl nur wenige Gegenstände, die so vielseitig einsetzbar sind wie Paracord. Du kannst damit dein Tarp aufspannen, einen Packrahmen bauen, Fallen üben und so ziemlich alles aufhängen. Paracord solltest du auf jeden Fall immer am Mann tragen.

Es gibt auch die Möglichkeit ein Lanyard für dein Messer zu flechten. Damit kannst du nicht nur dein Handgelenk sichern, du hast auch immer einen Notvorrat an Paracord dabei.

Es gib im Netz viele Quellen, die dir helfen die unterschiedlichsten Knoten zu lernen.

Bei uns im Shop findest du das NinjaRope. Dieses wird vom Outdoor-Ninja produziert. Das Seil kommt inklusive eines praktischen Seilspanners. Der macht es dich noch leichter das Seil auf Spannung zu bringen.

Damit das Paracord immer ordentlich aufgewickelt ist, wird auch ein praktischer Klettverschluss mitgeliefert.

Bushcraft – Küche: Ein Kochset mit Topf, Pfanne und Kocher

Wenn du Feuer machen kannst, dann willst du das Feuer vielleicht ja auch für einen Sinnvollen Zweck einsetzen. Hierfür empfehle ich dir ein Kochset, mit dem du Wasser abkochen und Essen zubereiten kannst. Zum abkochen eignet sich sich ein Kessel. Wenn du auch etwas braten willst, dann ist eine Pfanne von Stabilotherm oder Petromax vielleicht die beste Wahl.

Draußen zu kochen, kann eine sehr zeitintensive Beschäftigung werden. Mein Tipp zum Thema Kochen: Das Feuer das du verwendest sollte wirklich nur so groß sein, wie es wirklich sein muss. Das ist nicht nur für die Sicherheit relevant.

Je größer ein Feuer ist, desto mehr Holz braucht es auch im versorgt zu werden. Zum Kochen empfehle ich dir daher kein offenes Feuer zu verwenden. Ein Faltkocher wie eine Bushbox oder der Happy Stove von Savotta sind viel praktischer.

Diese Hobos verbrauchen nur sehr geringe Mengen Brennstoff und sind dabei auch noch sehr sauber in ihrer Verbrennung. Du musst außerdem kein Holz hacken sondern kannst einfach kleine Stöcke zerbrechen und diese durch die Öffnung in der Vorderseite reinschieben.

Bushcraft Stufe 3: Nur die Harten kommen in den Garten

Du hast also deinen Bushcraft Lieblingsplatz gefunden, kannst mit deinem Messer umgehen, du kannst Feuer machen und dich selbst mit Wasser und warmem Essen versorgen. Wie geht es jetzt also weiter?

Nun als nächstes geht es darum, die Zeit die du in der Natur verbringst zu erhöhen. Das bedeutet, deine erste Übernachtung in der Natur steht jetzt bevor.

Hierfür stehen dir verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, wie du dein Schlafsetup aufbauen möchtest. Ich persönlich bevorzuge die Hängematte. Bei mir im Shop haben ich da die Marke Amazonas im Angebot. Die bieten eine tolle Auswahl an hochwertigen Hängematten und Tarps. Diese sind optimal aufeinander und das Einsatzgebiet angepasst.

Du kannst aber auch einfach mit einer Isomatte auf dem Boden schlafen. Dann hilft dir ein Tarp ebenfalls dabei trocken zu bleiben.

Wenn du diese Stufe erreicht hast, dann wirst du schon ein wesentlich besseres Bild davon bekommen haben, welche Ausrüstung für dich wichtig ist. Du kennst jetzt dich und deine Art zu bushcraften. Mit diesen Erkenntnissen kannst du in der Zukunft deine Ausrüstung wählen.

Ich wünsche dir viel Spaß auf allen zukünftigen Abenteuern!

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Hey! Ich bin Moritz und ich heiße dich herzlich auf meiner Seite willkommen! Ich bin von der Natur begeistert und hoffe diese Begeisterung auch in dir wecken zu können! 

Ich bin gerne im Westerwald nördlich von Koblenz unterwegs. Wenn ich mich nicht durch den Wald schlage, bin ich am Rhein angeln!