Die 9 wichtigsten Bushcraft Ausrüstungsgegenstände!

Welche Ausrüstung brauchst du am Anfang um im Wald eine schöne Zeit verbringen zu können? Worauf kommt es wirklich an?

Inhaltsverzeichnis

Lesezeit: 11 Minuten

Gerade als Anfänger kann es beim Bushcraft schnell unübersichtlich werden, was man braucht und was nicht. Welche Ausrüstung muss ich mir zu Anfang anschaffen und welche ist erstmal zweitrangig? Bei dieser Entscheidung möchte ich dich beraten.

Darauf kommt es an!

Zu Beginn musst du dir überlegen, welche Aufgaben zwingend durch deine Ausrüstung erledigt werden müssen. Nach diesem Prinzip solltest du deine Ausrüstung auswählen.


Je nachdem welche Fähigkeiten du besitzt bzw. wie erfahren du bist, wirst du andere Werkzeuge für andere Aufgaben benötigen. Diese Liste ist ausgelegt auf den totalen Anfänger, der vielleicht noch nie im Wald geschlafen hat. Aber auch wenn du schon deine ersten Erfahrungen gesammelt hast, wirst du viele nützliche Informationen finden.

Grundlage – Packmöglichkeit

Um die ganze Ausrüstung, die du benötigst unterzubringen, muss eine Lösung her. Dafür bietet sich natürlich ein Rucksack an. Dieser muss das passende Volumen habe. Du solltest dir vorher überlegen, welche besonderen Anforderungen du an deinen Rucksack stellst.


Soll er Modular sein und über Molleschlaufen verfügen? Transportierst du schwere Lasten? Wie lange bist du unterwegs? Reicht auch ein Daypack für den Anfang? Dein Rucksack ist die absolute Grundlage deiner Ausrüstung. Daher solltest du gerade dort nicht auf schlechte Qualität oder billige Ware setzen.

Wenn andere Ausrüstung, wie dein Messer oder eine Pfanne mal kaputtgehen ist das ärgerlich. Dann packst du sie aber einfach in deinen Rucksack und nimmst sie mit Heim. Was aber, wenn dein Rucksack kaputtgeht. Du bist vorher 3 Kilometer weit in den Wald gewandert und jetzt reist dir der Schultergurt ab.


Das ist wesentlich schlimmer als die vorher genannte Situation. Jetzt musst du deinen Rucksack mühselig den ganzen Weg zurück auf einer Schulter tragen. Mit manchen Rucksäcken kein Problem, bei 15 kg+ wird das aber schnell unlustig.

Welchen Rucksack empfehle ich? Kurz und knapp, die Jäger Familie. Wenn es um gute Rucksäcke geht, vertraue ich selbst auf einen Jäger L von Savotta. Es gibt auf dem Markt wenig Vergleichbares in Sachen Qualität, Tragekomfort und Modularität.


Die Rucksäcke sind komplett mit Molle überzogen und gut gepolstert. Für die meisten Bushcraftanwärter sollte der Jäger M bzw. der Jäger L die beste Wahl sein. Der M ist mit seiner Daypackgröße optimal für Tagesausflüge. Er kann aber, wenn du ihn überpackst, auch Trips mit Übernachtung locker bewältigen.


Beim Savotta – Jäger L sieht die Sache schon anders aus. Er hat nicht nur ein deutlich größeres Volumen, er besitzt auch mehr Molle und kann noch weiter überpackt werden. Mit ihm kannst du problemlos mehrtägige Bushcraft-Abenteuer bestreiten. Wenn du noch zwei Seitentaschen hinzufügst, kannst du beiden Rucksäcken bis zu 12 Liter Volumen hinzufügen. Du bist dadurch besser organisiert und kannst mehr Ausrüstung mitnehmen.

Das passende Schneidwerkzeug

Irgendwann wirst du auf deiner Reise durch den Wald Material bearbeiten wollen. Dafür brauchst du irgendeine Art Werkzeug. Denn fast wichtiger als ein guter Rucksack ist ein noch besseres Messer.


Es bietet dir nahezu unendliche Anwendungsmöglichkeiten. Du brauchst es um deine Nahrung zuzubereiten, Feuerholz herzustellen und für den Lagerbau. In einer Notsituation kann durchaus dein Überleben von diesem Bestandteil deiner Ausrüstung abhängen.


Soviel Anwendungsmöglichkeiten wie es gibt, so viele verschiedene Messertypen gibt es auch. In meinem Geschäft verkaufe ich hauptsächlich Jagdmesser und Bushcraft/Outdoormesser. Dort sind vor allem die Marken Brusletto und Puma zu erwähnen.


Ich habe bereits einen Beitrag zum besten Bushcraft Messer geschrieben, in dem ich drei Kandidaten verglichen habe. Für Anfänger und Messer Neulinge empfehle ich das Bruslettokniven oder jedes Messer der Puma IP Reihe. Bei diesen handelt es sich um Messer mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Wichtig sind vor allem eine stabile Bauart, ein scharfkantiger, gerader Klingenrücken und am besten ein rostfreier Stahl. Dieser ist wesentlich pflegeleichter.


Es gibt auch die Alternative ein Beil oder eine kleine Axt zu verwenden. Mit Messer oder Beil lassen sich ähnliche Aufgaben erledigen. Ein tolles Beispiel dafür ist das Condor – Travelhawk Beil. Dieses ist angenehm kompakt und spaltet Holz mit Leichtigkeit. Auch kleine Bäume zu fällen ist kein Problem. Zusätzlich lässt sich der Kopf des Beils abnehmen und als Messer verwenden.

Der Lagerbau – Paracord

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten sich in der Natur einen brauchbaren Unterschlupf zu bauen. Was bei diesem Unterfangen eine riesige Unterstützung darstellt ist Paracord.


Dieses ist extrem stabil und eröffnet dir ganz neue Möglichkeiten. Stöcke verbinden, Querbalken für Shelter an Bäume binden, ein Gestell für Kochtöpfe bauen und vieles mehr. Wenn du möchtest, kannst du dein Paracord auch schnell in ein Lanyard verwandeln um es platzsparend an deinem Messer oder Beil zu befestigen. So hast du immer einen Notvorrat Schnur am Mann.

Essbesteck

In diesem Punkt sind einige Abstufungen möglich. Theoretisch könnt ihr auch mit euren Fingern essen, aber je nachdem wie viel Komfort ihr benötigt, könnt ihr eure Ausrüstung wählen. Ich persönlich verwende momentan das Essbesteck von Savotta.


Dieses ist recht umfangreich und bietet auf kleinem Raum viele Möglichkeiten. Eine Tasse und Schüssel werden von einem Schneidbrett sowie Besteck begleitet. Die Deckel dienen dabei als Teller. Ein ordentliches Essbesteck sichert uns in der Natur eine sichere Nahrungsaufnahme. Du kannst zwar auch Rindenstücke oder große Blätter verwenden, wenn es um Suppen oder Tee geht, stoßen die aber an ihre Grenzen.


Wenn es speziell um Heißgetränke geht, bietet sich außerdem eine schöne Thermoskanne an. Ich biete im Laden eine von Savotta an. Diese ist in drei verschiedenen Größen verfügbar. Grade im Winter kühlt frisch gekochter Tee sehr schnell wieder ab. Um das zu verhindern, einfach eine Thermosflasche anschaffen.

Feuer machen – Der Feuerstahl

Die Grundlage unseres modernen Lebens ist gleichermaßen die Grundlage unseres Lebens in der Natur. Wir brauchen das Feuer um unser Essen zuzubereiten. Wir erhöhen damit den Nährwert unserer Nahrung drastisch und können auch komplexere Mahlzeiten und Teigwaren herstellen.

Gleichzeitig wärmt es uns in kalten Nächten und macht Überleben an Orten möglich, die sonst nicht in Reichweite gewesen wären. Es gibt eine große Auswahl an Werkzeugen, um Feuer zu entfachen. Eine altbewährte Methode ist das Funken schlagen mithilfe von Feuerstein und Schlageisen. Dieser Weg ist aber recht mühsam und erfordert einiges an Können. Auch Techniken wie das Feuerbohren sind für Anfänger keine sicheren Methoden ein brauchbares Feuer zu entzünden.


Deshalb empfehle ich euch dringend mindestens zwei Feuerzeuge einzupacken. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Wenn ihr euch einfach blind auf euren Feuerstahl verlasst, ohne zu wissen, ob ihr geeigneten Zunder findet, seid ihr schnell kalt dran. Natürlich ergibt es Sinn den Feuerstahl mitzunehmen, um die Technik zu üben, aber Ich würde lieber auf Nummer sicher gehen.


Probiert zuerst Feuer mit dem Stahl zu machen. Wenn ihr es nicht schafft, könnt ihr immer noch auf euer Feuerzeug zurückgreifen. Viele Bushcrafter stellen sich auch ihr eigenes Feuerkit zusammen. Das könnt ihr ganz einfach selbst machen, indem ihr im Wald verschiedenen Zunder wie Kienspan oder Birkenrinde sammelt und Zuhause trocknet. So habt ihr immer Reserven an brauchbarem Naturzunder, falls ihr keinen frischen finden solltet.

Schlafmöglichkeiten

Wenn du dich entscheidest, auch im Wald zu übernachten, wirst du eine Möglichkeit benötigen, um deinen Körper gegen die Bodenkälte abzuschirmen. Das Schlaf Setup ist ein entscheidender Teil deiner Ausrüstung. Ohne einen ausreichend erholsamen Schlaf sind wir nicht richtig einsatzbereit.


Wir werden tagsüber müde und unkonzentriert. Dadurch können uns schwerwiegende Fehler passieren. Ich schätze jeder von euch hat eine Isomatte zu Hause. Wenn nicht, findet ihr auch eine bei mir im Shop. Eine solche Schlafmatte ist fast das einfachste Setup, das ihr wählen könnt.


Ihr könnt euch natürlich auch direkt auf den Boden legen oder einfach einen kleinen Berg aus Blättern bauen. Allerdings ist das wenig komfortabel und gerade Leute die Probleme mit Rückenschmerzen und ähnlichem haben, sollten sich den Gefallen tun.


Was ist am bequemsten? Klar, die Hängematte. Dank der Qualität und der jahrelangen Erfahrung mit der Amazonas ihre Produkte herstellt, findest du in deiner Hängematte immer den erholsamen Schlaf, den du brauchst.


Mit der richtigen Liegeposition hängst du nicht durch, kannst nahezu gerade liegen und entspannt zur Ruhe kommen. Sobald die Nächte wieder etwas kälter werden, solltest du deine Isomatte mit der Hängematte kombinieren oder alternativ einen Underquilt anschaffen. Dieser schützt deinen Körper gegen Kälte von unten.


Ich selbst nutze die Amazonas – Moskito Traveller Pro Hängematte. Dank dem Fliegennetz ist es egal wie schlimm die Schnakenplage grade ist. Ich schlafe immer beruhigt und ungestört. Zu deiner Hängematte benötigst du natürlich auch noch Aufhängungen, denn irgendwie muss sie ja am Baum befestigt werden.

Witterungsschutz

Eine schöne Schlafmatte oder eine bequeme Hängematte sind zwar schön und gut, allerdings bringt das alles nichts, wenn es anfängt zu regnen. Daher muss logischerweise ein Witterungsschutz her, der uns vor allen eventuellen Niederschlägen schützen kann. Wind und Regen können dich schnell auskühlen. Es ist wichtig sich ordentlich zu schützen. Amazonas produziert zu den Hängematten auch herausragende Tarps.


Sie sind von den Ausmaßen perfekt an die Hängematten angepasst, lassen sich aber auch hervorragend für den normalen Tarp Gebrauch verwenden. Du kannst sie also auch als Dach für deine Isomatte verwenden.


Die Tarps lassen sich kinderleicht aufspannen und einstellen. Die Produkte von Amazonas sind zudem Ultra-leicht und sehr klein verpackbar. Sie lassen sich also gut im Rucksack verstauen und verbrauchen dabei kaum Platz.

Abkochmöglichkeiten / Wassertransport

Wasser ist neben Feuer, Unterschlupf, und Nahrung eine der Säulen unseres Überlebens in der Natur. Ihr werdet nicht immer direkt an einer Wasserquelle euer Lager aufschlagen können. Deshalb benötigt ihr eine Möglichkeit um das Wasser vom Fluss oder See zu eurem Lager zu transportieren.


Damit ihr nicht 25 mal laufen müsst, empfehle ich euch den Savotta – Wassersack. Dieser fasst bis zu 10 Liter und ist leicht zu transportieren. Du kannst ihn an einen Baum hängen oder noch besser, ihn gefüllt auf dem Boden abstellen. Um das möglich zu machen, ist der Sack mit einem verstärkten dicken Rand ausgestattet. Dieser bleibt immer aufrecht stehen und verhindert, dass Wasser ausläuft. Wenn ihr dann euer Wasser am Platz habt, benötigt ihr ein Gefäß um es abzukochen.


Dafür eignet sich das zweiteilige Kochgeschirr von Savotta. Im großen unteren Teil des Geschirrs lässt sich hervorragend Wasser kochen. Aber auch Nudeln oder Reis kochen ist ein Klacks. Der bewegliche Griff wird nur langsam warm und du kannst den Top mit einem Ast vom Feuer holen. Du kannst auch eine Querstrebe über das Feuer bauen, um dein Töpfchen direkt über die Flamme zu hängen. Der Deckel des Geschirrs dient dir als Schüssel um deine zubereiten Köstlichkeiten entspannt genießen zu können.


Eine weitere wunderbare Möglichkeit bieten dir die Wasserkessel von Stabilotherm. Diese haben ein Volumen von 1 bis 4 Liter. Dabei sind ungefähr 75 % des Volumens effektiv nutzbar. Die Kessel bieten sich vor allem an, um Wasser abzukochen. In den größeren Varianten kannst du auch gut Suppen oder Eintöpfe kochen. Achte nur gut auf Überkochen. Sie lassen sich leicht befüllen und ausgießen. Genau wie das Armee Geschirr von Savotta kannst du die Kessel über dein Lagerfeuer hängen.

Eine sichere Feuerstelle

Um deinen Wasserkessel oder Nudeltopf auch richtig einsetzen zu können, benötigst du eine sichere Möglichkeit dein Feuer zu betreiben. Da bieten sich die Faltkocher von Savotta an. Diese sind aus leichtem, dünnen Aluminium hergestellt und lassen sich kinderleicht zusammenbauen. Du kannst Brennmaterial durch die vordere Öffnung nachlegen, auch wenn ein Topf auf dem Kocher steht.


Außerdem wird durch den geschlossenen Brennraum starker Funkenflug auch bei Wind verhindert. Diese Art des Feuers ist um einiges sicherer als ein offenes Lagerfeuer. Die Kocher kommen in einer stabilen Cordura Tasche. Alternativ könnt ihr an einer sicheren Stelle auch ein kleines offenes Feuer betreiben. Dafür eignen sich vor allem Trekkingsplätze oder öffentliche Grillplätze.


Zum Feuer machen bleibt noch zu sagen, dass es in deutschen Wäldern verboten ist. Ich kann euch daher nicht dazu raten Feuer zu machen. Die Entscheidung liegt bei euch. Für mich gehört ein Feuer zum Bushcraften einfach dazu. Dieses Thema habe ich in meinem Beitrag “Dein erster Overnighter” weiter ausgeführt.


Das sind für mich die 9 wichtigsten Ausrüstungsgegenstände. Natürlich braucht ihr nicht jeden einzelnen um eine schöne Zeit in der Natur zu haben.


Ich bin mir sicher diese kleine Liste hat euch ein wenig geholfen und euch vielleicht die Entscheidung eurer nächsten Anschaffung etwas leichter gemacht. Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!

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Hey! Ich bin Moritz und ich heiße dich herzlich auf meiner Seite willkommen! Ich bin von der Natur begeistert und hoffe diese Begeisterung auch in dir wecken zu können! 

Ich bin gerne im Westerwald nördlich von Koblenz unterwegs. Wenn ich mich nicht durch den Wald schlage, bin ich am Rhein angeln!