Kräuterkunde – Bärlauch

Bekannt als Heil und Gewürzkraut ist der Bärlauch ein sehr beliebter Vertreter heimischer Gartenkräuter. Es gibt allerdings Gefahren beim bestimmen!

Inhaltsverzeichnis

Als Heilkraut und Gewürzkraut zugleich ist der Bärlauch eines der beliebtesten Kräuter. Vor allem jetzt im Frühling, wenn der Bärlauch wieder austreibt, ist es wichtig zu wissen wie du ihn genau bestimmen kannst, denn die Verwechslung mit manchen Pflanzen kann schwer schiefgehen.

Der Bärlauch ist im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern ein in Europa heimisches Kraut. Aus diesem Grund ist er bei uns auch sehr leicht wild zu finden.

Er wächst gerne auf sehr feuchten Böden und ist deswegen oft in Auwäldern zu finden. Wenn du ihn dann gefunden hast, kann es gut sein, dass du direkt ein ganzes Feld vorfindest.

Denn wenn der Bärlauch einen geeigneten Platz gefunden hat, überwuchert er gerne den gesamten Boden.

Auch bekannt unter dem Namen “Allium ursinum” gehört der Bärlauch zu den Amaryllisgewächsen. Damit ist er mit dem Knoblauch und der Zwiebel verwandt.

Er erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 und 30 cm. Ihr findet ihn vor allem in Laubwäldern, kurz bevor die Blätter der Bäume austreiben. Bärlauch bevorzugt schattige Standorte, die gut mit Wasser versorgt sind.

Ihr könnt die schmackhaften Blätter dann im Frühling ungefähr von März bis Juni ernten. Sobald die Blüten austreiben beginnen die Blätter langsam zu verwelken und sind nicht mehr zu gebrauchen.

Steckbrief

wissenschaftlicher Name Allium ursinum
Familie Amaryllisgewächse
Wuchshöhe20 bis 30 cm
VorkommenLaubwälder, Auwälder
AussaatSeptember bis Oktober
BlütezeitApril bis Mai
ErntezeitMärz bis Juni

Bärlauch korrekt bestimmen

Es gibt zwei bestimmte Pflanzen, das Maiglöckchen und die Herbstzeitlose, die dem Bärlauch sehr ähnlich sehen. Aber Achtung, beide sind Giftig und sollten auf keinen Fall verzehrt werden. Es gibt eine Reihe von Bestimmungsmerkmalen.

Der Geruch

Bärlauch gibt einen eindeutigen Knoblauchgeruch ab. Der es einfach macht ihn zu finden. Ein großes Problem bei diesem Merkmal ist, dass das Maiglöckchen gerne in direkter Nähe zum Bärlauch wächst.

Wenn jetzt also ein riesiges Feld von Bärlauch vor dir liegt und der gesamte Wald nach Knoblauch riecht, ist der Geruch nur schwer zu unterscheiden.

Die Stängel

Bärlauch wächst immer mit einem separaten Stängel pro Blatt aus dem Boden. Außerdem ist der Stängel nicht perfekt rund, sondern hat eine etwas kantig, eckige Form.

Das Maiglöckchen wächst ebenfalls mit einem Stängel aus dem Boden, hier aber häufig, nicht immer, aber häufig mit zwei Blättern pro Stiel.

Dieser ist dabei vollkommen rund. Die Herbstzeitlose wächst im Vergleich ohne Stiel und mit mehreren Blättern verschachtelt aus dem Boden.

Der Blattstiel

Beim Bärlauch ist ein deutlich harter Blattstiel bis zur Spitze des Blattes fühlbar. Wenn ihr diesen mit den Fingern brecht, muss ein deutliches Knacken zu hören sein. Dieses Knacken ist bei den beiden anderen Pflanzen nicht zu hören.

Bärlauch in der Küche

Das Kraut ist vorwiegend wegen des Knoblauchähnlichen Geschmacks sehr beliebt. Um diesen zu nutzen, werden vor allem die Blätter verwendet. Es ist allerdings die gesamte Pflanze essbar.

Wenn ihr eine Pflanze findet, pflückt ihr am besten nicht die jüngsten Blätter. Sucht euch die größten heraus und lasst die kleinen wachsen. Die erbeuteten Blätter könnt ihr dann in Dips verarbeiten oder kleingeschnitten mit Frischkäse zu einem Kräuteraufstrich verwenden.

Auch im Salat könnt ihr den Bärlauch untermischen. Ihr solltet ihn allerdings nicht mitkochen. Denn durch die Hitze verliert er schnell viel von seinem Geschmack. Obwohl der Bärlauch dem essen eine schöne Knoblauchnote verleiht, schmeckt er nicht so intensiv wie echter Knoblauch und verpasst dir auch keinen schlimmen Mundgeruch.

Ein schönes Frühlingsessen ist auch eine leckere Bärlauch Suppe, die mit wenigen Zutaten schnell hergestellt ist. Entsprechende Rezepte finden sich schnell im Internet.

Bärlauch als Heilmittel

Bereits im Mittelalter wurde er als Unheil-abwehrendes Kraut gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Auch heute noch kommt er in der Volksmedizin bei Magen-Darm-Beschwerden zum Einsatz.

Die enthaltenen schwefelhaltigen ätherischen Öle unterstützen die Verdauungsorgane und erleichtern so das Verdauen schwerer Mahlzeiten, vor allem wenn sie viel Fett enthalten. Tatsächlich wirkt der Bärlauch sogar leicht Antibiotisch und Antibakteriell. Er kann bei übermäßigem Konsum aber auch zu Magenreizungen führen.

Bärlauch anbauen

Ihr könnt den Bärlauch entweder mit Samen oder mit der Zwiebel pflanzen. Solltet ihr die Samen wählen, pflanzt sie schon im Herbst, denn sie brauchen auf jeden Fall eine Frostperiode um zu keimen. Sie sind Dunkelkeimer.

Bedeckt die Samen also mit Erde und pflanzt sie mit genügend Abstand, um später Nährstoffkonkurrenz zu vermeiden.

Die Zwiebeln vertragen keinen Frost, müssen also später gepflanzt werden. Dabei kommt die spitze Seite nach oben. Die Zucht aus Zwiebeln ist wesentlich einfacher, weil nicht immer alle Samen austreiben.

Wie oben bereits beschrieben, darf der Bärlauch keiner direkten Sonne ausgesetzt sein und muss immer genug gewässert werden. Er darf niemals trocken stehen, Staunässe muss aber auch vermieden werden.

Das war mein Beitrag zum Bärlauch Der Kommentarbereich hat jetzt geöffnet, über Fragen und Anregungen freue ich mich immer. Euch allen noch einen schönen Tag und bis morgen! Schaue auch auf meiner Instagram Seite vorbei!

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