Kräuterkunde – Der Ackerschachtelhalm

Das fast vergessene Heilkraut Ackerschachtelhalm hilft dir bei einer breiten Palette an Beschwerden. Lerne es zu erkennen!

Inhaltsverzeichnis

Der Ackerschachtelhalm ist ein Heilkraut und auch als Pflanzenschutzmittel wirksam. Die Nutzpflanze war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fast vergessen. Ein sehr bekannter Heilpraktiker Sebastian Kneipp machte ihn wieder bekannt.

Kneipp war Verbreiter der Wasserkur. Seien Bücher und Schriften werden auch heute noch 120 Jahre nach seinem Tod verlegt.

Steckbrief

Wissenschaftlicher NameEquisetum arvense
FamilieSchachtelhalm Gewächse
Weitere NamenZinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel
VorkommenÄcker, Lehmige feuchte Wiesenränder, Nordhalbkugel
ZugehörigkeitFarne
„Blütezeit“Mai
VerwechslungSumpf-Schachtelhalm
VerwendungHeilkraut, Pflanzenschutz
ErntezeitMai-August
Acker-Schachtelhalm
So sieht die Sporenähre des Ackerschachtelhalms aus

Verwendung

Der Acker-Schachtelhalm auch Zinnkraut genannt, ist als Heilkraut für viele verschiedene Beschwerden Anwendbar. Es beinhaltet unter anderem Kieselsäure. Diese ist für die heilende Wirkung des Krauts verantwortlich.

Um die Wirkung für dich zu nutzen, kannst du einen Tee aufkochen. Dazu kannst du die Pflanze trocknen und die Droge nutzen oder du kochst die Kieselsäure einfach aus der frischen Pflanze heraus. Das dauert etwas 20 bis 30 Minuten.

Der Tee spült die Nieren und den Harnweg. Auf diesem Weg hilft es gegen bakterielle und entzündliche Erkrankungen. Das hilft auch bei Nierensteinen.

Dem Zinnkraut ist ein Bestandteil vieler Heiltees, die gegen Nieren und Blasenbeschwerden helfen sollen. Die Kieselsäure stärkt das Bindegewebe und fördert Durchblutung und Stoffwechsel.

Auch bei äußerlichen Wunden kann der Ackerschachtelhalm den Heilungsprozess unterstützen. Bei Schwellungen, Frostschäden und Durchblutungsstörungen schafft es Abhilfe. Aber auch bei Nasen und Menstruationsblutungen wirkt das Kraut Blutstillend.

Ackerschachtelhalm im Haushalt

Der „Zinnkraut“ wurde früher als Hausmittel eingesetzt um Oberflächen aus Zinn zu reinigen. Daher stammt auch diese Abwandlung des Namens. Die Kieselsäure bildet Kristalle, die ähnlich wie Sand die Oberfläche „abschmiergeln“ und so reinigen. Daher kommt auch das knierschen beim Verzehr. (In Japan wird das Kraut wie Gemüse gegessen)

Vorbereiten des Ackerschachtelhalm-Tees

Um aus der Pflanze den Tee zuzubereiten, kannst du von Mai bis August die Triebe der Pflanze ernten. Diese sollten eine Satt-Grüne Farbe haben. Du sammelst knapp die obere Hälfte der Triebe. Diese trocknest du an der Luft und zerkleinerst sie danach. So erhältst du die Droge für deinen eigenen heilenden Acker-Schachtelhalm Tee.

(Das Schachtel im Namen kommt übrigens von der verschachtelten Wuchsweise der Triebe)

Viel Spaß beim sammeln!

Ich wünsche dir viel Spaß beim sammeln und finden! Wenn du noch mehr über Kräuter, Pilze und Bäum lernen möchtest, kannst du gerne auf meinem Blog stöbern.

Bildnachweise Ackerschachtelhalm:

Titelbild
Sporenähre

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