Kräuterkunde – Der Spitzwegerich

Eines der bekanntesten und hilfreichsten Kräuter auf unseren heimischen Wiesen. Der Spitzwegerich leistet bei Husten und Erkältung ganze Arbeit! Lerne hier wie du ihn verwenden kannst!

Inhaltsverzeichnis

Bei diesem Kraut handelt es sich, um eines der bekanntesten Heilkräuter, das auf unseren Wiesen zu finden ist. Er findet bereits seit der Antike und dem Mittelalter Verwendung für verschiedenste Beschwerden.

Wo kann ich ihn finden?

Der Spitzwegerich ist eine sehr unempfindliches Kraut. Es ist winterhart und lässt sich so das ganze Jahr über finden. Am einfachsten findet ihr ihn aber zwischen Mai und Oktober.

Aber nicht nur bei den Temperaturen ist diese Heilpflanze nicht wählerisch. Ihr findet sie eigentlich auf jeder Wiese in eurer Umgebung, vor allem aber auf sehr Nährstoffreichen Wiesen. Am Waldrand oder auf Lichtungen, der Spitzwegerich steht so gut wie überall.

Haltet am besten Ausschau nach einer Wiese, die an ein landwirtschaftliches Feld grenzt. Dort ist der Nährstoffgehalt aufgrund von Düngung wahrscheinlich erhöht. Er war ursprünglich eine in Europa beheimatete Art.

Über die Zeit hat er sich aufgrund seiner niedrigen Ansprüche über die ganze Welt ausgebreitet. Er kann sogar im Gebirge bis zu einer Höhe von knapp 2000 Meter gefunden werden. Es ist also äüßerst unwahrscheinlich, dass ihr ihm nicht schon begegnet seid.

Wie erkenne ich ihn?

Wie der Name schon sagt, läuft das Blatt dieses Wegerichs zum Ende spitz zu. Die Oberfläche ist von den markanten Furchen durchzogen, die den Spitzwegerich so einprägsam und leicht erkennbar machen.

Seine Blätter werden im Schnitt 10 bis 20 Zentimeter lang. Er verfügt über eine ausgeprägte Verwurzelung, die bis zu 60 cm tief in den Boden reichen kann. Von Mai bis September blüht der Spitzwegerich. Dann bilden sich Blütenstände, die kleine weiße Blüten hervorbringen.

Verwendung

Für uns Bushhandwerker bietet der Spitzwegerich eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten. Wir könnten ihn zum Beispiel als Zutat für unseren Salat verarbeiten.

Dabei macht er sich gut zusammen mit anderen Wildkräutern. Dafür eignen sich vor allem die jungen Blätter, die im Frühling austreiben. Diese haben meistens einen wesentlich angenehmeren frischeren Geschmack und sind noch nicht so bitter wie ältere Blätter.

Wer möchte kann ihn auch zum Würzen von verschiedenen Gerichten verwenden. Allgemein sollte man die Mengen im Essen nicht übertreiben, weil der Geschmack des Spitzwegerichs sonst schnell zu intensiv wird. Natürlich ist diese Pflanze nicht nur zum Essen da.

Sie bietet auch vielseitige Verwendung als Heilpflanze. Dabei unterscheiden sich der Spitzwegerich und der Breitwegerich was die Inhaltsstoffe angeht kaum.

Du kannst den Spitzwegerich dafür verwenden, kleine äußere Wunden zu behandeln und Reizungen zu mildern. Beispielsweise nach einem Insektenstich oder Kontakt mit einer Brennnessel.

Die Behandlung funktioniert ganz einfach. Ihr pflückt euch einfach ein Blatt des Spitzwegerichs und zerreibt es zwischen euren Fingern. Dadurch tritt der Pflanzensaft aus, in dem die wichtigen Inhaltsstoffe sind. Dann reibt ihr das Blatt einfach über die betroffene Stelle, um den Saft aufzutragen.

Auf diese Weise könnt ihr eine die Beschwerden bei einer Reihe von Verletzungen mindern. Insektenstiche, Kratzer oder Sogar Neurodermitis. Der Spitzwegerich eignet sich deshalb so gut als Naturpflaster, weil seine Wirkstoffe eine Zusammenziehende bzw.

Blutstillende Wirkung haben. Dazu kommt die antibakterielle Wirkung, die Entzündungen vorbeugt und die Wundheilung unterstützt. Diese Heilpflanze kann also auch gut in Verbänden verwendet werden.

Der Spitzwegerich enthält außerdem verschiedene Glycoside, Schleimstoffe sowie Gerbstoffe und Säuren. Er wirkt dadurch nicht nur reizmildernd, sondern auch leicht Husten bzw. schleimlösend.

Um diese Wirkung nutzen zu können, bietet es sich an einen Tee aus den getrockneten Blättern der Pflanze zu machen. Der Tee wirkt dann im Mund und Rachenbereich entzündungshemmend und kann auch bei Fieber oder Krämpfen helfen.

Um gegen hartnäckigen Husten und Erkältungssymptome vorzugehen, kann aus dem Spitzwegerich auch ein Sirup hergestellt werden. Dieses kann in der Apotheke gekauft oder zu Hause selbst hergestellt werden.

Sirup gegen Husten herstellen!

Um Spitzwegerich-Sirup selbst herzustellen, benötigt ihr ungefähr 2 Hände voll saubere Blätter dazu noch mindestens 100g Zucker, etwas Honig und Zitronensaft. Als erstes schneidet ihr euren Wegerich quer zu den Furchen in etwa 1 cm breite Stücke. Diese gebt ihr dann zusammen mit dem Zucker in etwa 1 Liter Wasser und kocht das ganze auf. Währenddessen zerstampft ihr mit einem Kochlöffel die Blätter, damit der Pflanzensaft austritt. Ihr lasst das ganze Gemisch solange ziehen, bis ungefähr die Hälfte des Wassers verdampft ist. Nach dem absieben gebt ihr noch Honig hinzu. Wer möchte kann auch Zitronensaft dazumischen. So habt ihr super schnell und einfach euer Spitzwegerich-Sirup hergestellt und könnt bei der nächsten Erkältung darauf zurückgreifen.

Der Spitzwegerich ist eine wunderbare Heilpflanze, die uns auf viele verschiedene Arten helfen kann und auch für uns Bushhandwerker sehr hilfreich sein kann.

Schon im Kindergarten hat unsere Erzieherin uns erklärt, wie wir diese Pflanze für uns nutzen können. Wenn ihr also das nächste Mal draußen unterwegs seid, haltet Ausschau nach diesem unauffälligen Kraut und nehmt ein paar Hände mit nach Hause. Bei der nächsten Erkältung werdet ihr es euch danken.

Allen Bushhandwerkern noch eine schönen Tag.

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