Pilzkunde – Der Amethysttäubling

Pilzkunde beim Bushhandwerk. Der Amethysttäubling ist ein sommerlicher Speisepilz, der mit seiner schönen violetten Farbe auffällt. Erfahre hier wie du ihn identifizieren kannst.

Inhaltsverzeichnis

Essbarkeit: Genießbar

Diese Woche geht es um einen farblich äußerst auffälligen Speisepilz. Der Amethysttäubling ist vom Sommer bis in den Spätherbst zu finden.

Er geht dabei bevorzugt eine Symbiose mit Nadelbäumen ein. Am liebsten verbindet er sich mit Fichtenbäumen. Der Hut misst im Durchmesser im Schnitt 10 cm. Er besitzt eine violette Färbung.

Der Rand des Huts kann heller gefärbt sein als die Hutmitte. Die Huthaut lässt sich leicht vom Fleisch trennen. Der Stiel des Fruchtkörpers ist bei jungen Pilzen weiß. Im Alter kann sich der Stiel des Pilzes sich braun oder gelblich färben.

Das Fleisch ist weißlich bzw. cremefarben und schmeckt schön pilzig und vor allem mild. Der Fruchtkörper des Amethysttäubling riecht ebenfalls angenehm pilzig und schön würzig.

Hut10 cm Durchmesser im Schnitt, violettfarben, durch Regentropfen fleckig, Haut lässt sich abziehen, Rand heller als
Stielweiß, zur Basis verdickt, hohl, im Alter gelblich bis braun
EssbarkeitEssbar
Fleischweißlich – cremefarben
LamellenBei jungen Pilzen weiß, später creme-gelblich
GeruchWürzig pilzig, angenehm, die Basis nach Jod
Geschmackpilzig mild
VorkommenSymbiose Pilz mit meistens Nadelbäumen wie Fichte, Sommer bis Spätherbst
Sporenhell ockerlich
Verwechslungen Erlentäubling, Wechselfarbiger Speittäubling

Verwechslungen

Der Amethysttäubling kann mit verschiedenen anderen Täublingen verwechselt werden. Die meisten davon sind ebenfalls essbar. Der Erlen Täubling ist allerdings ungenießbar.

Es kommt also zu keiner Vergiftung nach dem Verzehr. Ihr könnt euch allerdings trotzdem den Magen verderben und eure Pilzpfanne versauen. Der Wechselfarbige Speittäubling ist dagegen ein tatsächlich giftiger Verwandter.

Die ungenießbaren und giftigen Täublinge kennzeichnen sich immer durch einen scharfen Geschmack. So wird dieser Pilz auch identifiziert. Bei mildem Geschmack kann der Pilz als essbar bestimmt werden.

Wie immer gilt daher mein Appell. Verwende keine Pilze, die du nicht zu 100 % identifizieren kannst. Kein Pilz ist das Risiko wert.

Ihr handelt eigenverantwortlich und dieser Beitrag stellt keine sichere Bestimmungsanleitung dar. Für eine Verzehrfreigabe muss ein geprüfter Pilzsachverständiger aufgesucht werden.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Sammeln.

Bis nächste Woche.

Vielen Dank an Pilzwelten für die Bereitstellung des Bildmaterials – Bildquelle

Die perfekte Pilzpfanne

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