Das ist das beste Bushcraft Schlafsetup!

Wo soll ich schlafen? In der Hängematte oder doch auf dem Boden? Vor und Nachteile beider Varianten erkläre ich euch hier!

Inhaltsverzeichnis

Wenn du für einen Overnighter in den Wald fährst, dann verbringst du einen Großteil deiner Zeit in deinem gewählten Schlafsetup. Ich möchte dir in diesem Blogbeitrag verschiedene Optionen vorstellen und dir helfen die richtige Lösung für dich zu wählen. Ich nehme dabei die Hängematte in den Fokus und vergleiche sie mit dem Schlafen auf dem Boden.

Warum ist das richtige Schlafsetup zu finden wichtig?

Wenn wir im Wald sind, verbrauchen wir für die täglichen Aufgaben im Lager viel Energie. Um die wieder reinholen zu können, brauchen wir eine erholsame Schlafmöglichkeit. Jeder hat bei diesem Thema natürlich seine eigenen Präferenzen, ich möchte dir allerdings helfen dich für die Variante zu entscheiden.


Denn von unserem Unterschlupf ist maßgeblich der Erfolg unseres Abenteuers abhängig. Wenn wir nicht ausreichend vor der Witterung geschützt sind, verlieren wir durch Nässe und Kälte schnell an Einsatzfähigkeit und können unsere Aufgaben nicht mehr erfüllen.

Welches Schlafsetup habe ich für mich gewählt und warum?

Ich persönlich schlafe wenn möglich in einer Hängematte. Ich habe mir zu diesem Zweck eine Ultra-leichte von Amazonas besorgt. Die gibts natürlich auch bei mir im Shop. Sie bieten dir eine Reihe von angenehmen Vorteilen. Einer der offensichtlichsten ist bei den Moskito-Travellern das Fliegennetz.


Gerade wenn im Sommer die ganzen kleinen Plagegeister wieder unterwegs sind, ist ein solches Netz perfekt um sich gegen Zecken und Stechmücken zu schützen. Das garantiert dir einen ungestörten Schlaf und du bist ausgeruhter als, wenn du wachgehalten wirst vom Summen tausend kleiner Blutsauger um dich herum.

Welchen Nachteil bietet ein Hängematten-Schlafsetup?

Der größte Nachteil, den ich sehe, ist der Fakt dass du sie mitnehmen musst. Egal wo du hinkommst, du wirst immer einen Boden finden, auf den du dich legen kannst. Wenn du allerdings in der Hängematte schlafen willst, musst du das Volumen und das Gewicht opfern.


Gott sei Dank hat Amazonas dieses Problem extrem gut im Griff. Die Hängematten sind Ultra-Leicht und wiegen im Vergleich zur Größe kaum etwas. Das Packmaß ist außerdem sehr kompakt und erlaubt dir ohne Probleme eine Hängematte mitzuführen, egal welchen Rucksack du hast.

Dagegen stehen einige weitere Vorteile

Mit einer Hängematte bist du weitestgehend vom Untergrund bzw. dem Boden unabhängig. Du kannst deine Amazonas Matte am Hang, über einem Fluss, in einer Kuhle oder über Wurzeln und Steinen errichten.


Das einzige, was dir der Wald bieten muss, sind zwei Bäume im richtigen Abstand und schon kannst du dein Hängezelt installieren. Wenn du auf dem Boden schläfst, musst du darauf achten, in keiner Senkung zu kampieren. Sollte es regnen, kann sich das Wasser sonst schnell bei dir sammeln und du gehst baden.


Dieses Risiko wird mit der Hängematte ebenfalls eliminiert. Du kannst entspannt schlafen und deinen Kameraden auf ihrer Isomatte zuschauen, wie sie davon gespült werden.


Wenn der Boden nicht zu 100 % ebenerdig ist, kommt es schnell zu Rutschgefahr. Der Stoff von deinem Schlafsack rutscht wunderbar auf dem Material der Isomatte und daher machst du gerne auch mal einen Abgang.


Dann kann es passieren, dass du in den Dreck oder die Nässe rutschst. Der Boden stiehlt dir dann zusätzlich die Wärme. Schläfst du in der Hängematte ist das kein Problem und du sparst dir zusätzlich das Gewicht der Wasserwaage.


Wenn ich tagsüber im Wald unterwegs war und an meinem Lager gearbeitet habe, entspanne ich gerne auch mal in meiner Hängematte. Da hilft es auch, dass man das Fliegennetz kinderleicht auf die Unterseite drehen kann.


So kannst du die Hängematte offen verwenden. Es ist einfach super angenehm auch mal aufrecht und mit Lehne sitzen zu können, ohne einen Stuhl mitnehmen zu müssen.

Warum ist auf dem Boden zu schlafen eine Überlegung wert?

Auf dem Boden zu schlafen hat einen großen Vorteil, der für einige von euch vielleicht von Bedeutung ist. Wenn wir auf Bushhandwerker Abenteuer sind, dann ist es gerade jetzt im Winter und Frühling gerne auch mal etwas kälter.


Dementsprechend sind wir in unzählige Zwiebelschichten gepackt und setzen diese Bauweise auch beim Schlafsetup weiter um. Dicke Socken, extra Decke, Schneehose, Jacke, Schlafsack und Isomatte schützen uns nachts vor der Kälte.

Dieses ganze Gewurschtel muss aber natürlich auch mit in unsere Hängematte oder eben auf unseren Platz am Boden.


Genau hier fangen die Probleme an.


Mit dem richtigen System ist es kein Problem sich ordentlich in der Hängematte einzupacken. Meistens ist einem danach aber so warm, dass man am liebsten gleich wieder etwas ausziehen würde.


Ich sehe die extra Wärme eher als Vorteil. Allerdings endet dieses Verständnis, wenn man mitten in der Nacht zum Pinkeln rausmuss und der ganze Prozess von vorne beginnt.


Auf dem Boden bleibt der Kampf mit den Schichten zwar nicht aus. Er lässt sich aber sehr leicht gewinnen, weil man nicht einen Meter über der Erde in seinem persönlichen Kokon schaukelt.


Natürlich gibt es auch für die Hängematte Lösungen zur Vereinfachung.


Eine Hängematte mit Isomattenfach nimmt den Faktor der Verrutschens aus dem Spiel. Wenn ihr euch zusätzlich noch einene Underquilt zulegt, könnt ihr schon eine Schicht weglassen.


Im Sommer hat sich die Problematik dann sowieso geklärt.

Ist in der Hängematte schlafen überhaupt noch Bushcraft?

Diese Diskussion kann durchaus geführt werden. In meiner Definition von “Bushcraft” kommt allerdings keine Beschränkung bei der Ausrüstung vor. Es geht lediglich um das Überleben in der Natur und das auch auf lange Sicht und Nachhaltig.


Techniken, die ein Leben in der Natur und aus der Natur ermöglichen. Ob eine Hängematte und ein Tarp noch dazugehören ist dann von jedem selbst anhängig. Die Frage ist aber auch wo dann die Grenze gezogen werden kann?


Sind nur noch Ausrüstungsgegenstände aus Naturmaterialien erlaubt? Ist mein Savotta Rucksack schon zu viel? Ich könnte mir ja einen Korb flechten und umbinden. Ist dann nicht auch schon ein Messer zu viel?


Das Herstellen eines Faustkeils oder einfachen Feuersteinmessers gehörte früher schließlich zum Alltag.

Ich denke du verstehst meine Argumentation.

Meine bescheidene Meinung

Ich habe mit der Hängematte sowie mit der Isomatte auf dem Boden hervorragende Erfahrungen gemacht. Sucht euch einfach Tage heraus, an denen es garantiert nicht regnet.


Dann müsst ihr euch nicht zu viele Gedanken machen und braucht im Sommer auch nicht unbedingt ein Tarp. Ich verlinke euch meinen Beitrag zum

Finden des richtigen Lagerplatzes.


Falls ihr mehr über die zu beachtenden Aspekte der Platzwahl lernen wollt. Das ist vor allem für die Bodenschläfer wichtig!

Vielleicht noch so viel.


Wenn du die Möglichkeit hast, dann schlaf in einer Hängematte. Es gibt einfach kein schöneres Gefühl als morgens in seiner Zwiebel eingekuschelt aufzuwachen.


Du hast ein überlegenes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, wenn du in deinem Kokon steckst.


In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen fantastischen Abend und eine wunderbare gute Nacht. Hoffentlich hast du das richtige Schlafsetupgewählt gewählt.

Bis zum nächsten Mal!

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Hey! Ich bin Moritz und ich heiße dich herzlich auf meiner Seite willkommen! Ich bin von der Natur begeistert und hoffe diese Begeisterung auch in dir wecken zu können! 

Ich bin gerne im Westerwald nördlich von Koblenz unterwegs. Wenn ich mich nicht durch den Wald schlage, bin ich am Rhein angeln!