In diesem Beitrag möchte ich dir eine sehr ungewöhnliche Kombination vorstellen. Denn hier verbinde ich den kleinsten Rucksack der Savotta – Jäger Familie mit der ausrüstungsintensivsten Jahreszeit.
Denn im Winter brauchen wir dicke Kleidung, Schlafsack und Isomatte. Und das alles soll jetzt in einen Rucksack mit knapp 20 Liter Volumen passen?
Nicht ganz, aber ich erkläre es dir weiter unten im Beitrag. Erstmal möchte ich dir auflisten, was ich alles an Ausrüstung dabei habe.
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Das trage ich am Mann
Was ich an meinem Gürtel trage, habe ich bereits in einem YouTube-Video genauer erklärt. Ich verwende den Bushhandwerk Jagdgürtel als Basis. Daran befestigt ist mein Gürtelmesser, mein Axthalter inklusive Beil und eine Sammeltasche sowie meine Handyhalterung.
Das packe ich alles in den Jäger S
In meinem Rucksack habe ich dann folgende Ausrüstung:
- Schlafsack
- Amazonas – Hängematte
- Amazonas – Tarp
- Amazonas – Microrope Aufhängung
- Erste-Hilfe Set
- Stabilotherm – Wasserkessel
- Savotta – Big Bad Stove
- Savotta – Kuksa
- Handschuhe
- Savotta – Taschensäge
- Essen
- Wasser
- Isomatte
- Kershaw – Ultra Tek Messerschärfer
- Zusätzliche warme Hose
- Lampe
Wie hält man das Gewicht aus?
Das Gewicht wäre ja überhaupt kein Problem, wenn das Tragesystem des Jäger S dafür ausgelegt wäre. Das ist es aber nicht. Der Jäger hat weder einen Hüft- oder Brustgurt noch irgendwelche Polsterungen.
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Die Schultergurte sind sehr schmal und die Rückseite des Rucksacks besitzt keine formgebenden Elemente wie einen Aluminiumrahmen.
Was habe ich also gemacht, um das zu ändern? Ich habe ein Tragesystem angebaut. Wenn ich mit meinem Jäger S unterwegs bin, brauche ich meinen Jäger L nicht.
Ich habe also kurzerhand den Hüft- und Brustgurt vom Jäger L abgebaut und fachmännisch an den Jäger S drangefrimelt. Das lässt den ganzen Aufbau zwar noch seltsamer aussehen, macht den Rucksack aber sehr angenehm zu tragen.
Wähle die wichtige Ausrüstung
Gerade zu Beginn packt man gerne mehr ein, als man muss. Ich bin auch so ein Kandidat. Es passt noch rein? Na dann pack ich’s auch ein. Wenn du mit so einem kleinen Rucksack unterwegs bist, dann gibt es keine andere Möglichkeit als gut überlegt einzupacken.
Du musst überlegen, welche Gegenstände du auf der letzten Tour wirklich gebraucht hast. Hast du überhaupt alle Ausrüstungsgegenstände ausgepackt, die du dabei hattest? Hier mal ein Beispiel.
Ich habe gerne mal meinen Faltkocher eingepackt und dazu noch mein BBQ Grid. Ich hatte also zwei „schwere“ Gegenstände dabei, die eigentlich die gleiche Aufgabe erfüllen. Das ist genau das Gegenteil von dem Prinzip, nach dem man eigentlich packen sollte.
Das habe ich gelernt!
In diesem Abschnitt möchte ich dir nun im Nachhinein erzählen, welche Erfahrungen ich mit dem Setup gemacht habe. Denn obwohl ich mir gut überlegt hatte, was ich mitnehme, werde ich beim nächsten Mal doch wieder ein paar Dinge umstellen.
Kuksa
Ich habe meine Kuksa immer gerne dabei. Bei meinem letzten Ausflug habe ich sie allerdings nicht verwendet und werde sie daher beim nächsten Mal zuhause lassen. Das hätte ich mir aber auch schon vorher denken können.
Ich hatte weder Teebeutel noch Kaffeepulver dabei. Das Einzige, was ich also aus meiner Kuksa hätte trinken können, wäre warmes Wasser gewesen. Da hatte ich dann auch keine Lust drauf.
Entweder muss ich mir beim nächsten Mal also Tee mit einpacken oder meine Kuksa zuhause lassen. Ich denke, ich werde mich hier für die erste Variante entscheiden. Wenn es draußen kalt und nass ist, tut es immer gut, etwas Warmes zum Trinken zu haben.
Zusätzliche Kleidung
Ich hatte befürchtet, dass es eine sehr kalte Nacht wird. Zur Sicherheit hatte ich mir dann noch eine zusätzliche warme Hose mit eingepackt. Diese habe ich allerdings nicht getragen und es war trotzdem angenehm warm. Ich weiß jetzt also, dass mein Schlafsack mit Isomatte und meiner getragenen Kleidung für Übernachtungen zwischen 2 und 5 °C vollkommen ausreicht.
Wasser
Ich hatte mich bewusst dafür entschieden, nur wenig Wasser mitzunehmen. Mein Plan war es, im Wald frisches Wasser abzukochen und mich so zu versorgen. Das hat auch wie geplant funktioniert, aber es lief nicht ganz nach Plan.
Ich war zum ersten Mal in diesem speziellen Wald unterwegs. Ich kannte das Gebiet also noch nicht. Ich war schon vorher in diesem Wald, allerdings war das zu einer anderen Jahreszeit. Mit den fehlenden Blättern an den Bäumen und nach gründlichem Auskundschaften war mir klar, dass ich meinen eigentlich gewählten Lagerplatz nicht verwenden konnte.
Daraufhin bin ich viel zu lange weitergewandert und habe einen besseren Platz in der Nähe einer Wasserquelle gesucht. Den habe ich nicht gefunden. Ich habe mich dann also an einer geeigneten Stelle niedergelassen, die aber recht weit vom nächsten Bach entfernt war.
Nach dem Aufbau des Lagers bin ich dann nochmal mit dem Wassersack losgezogen. 10 Minuten nachdem ich von der knapp 1 km entfernten Wasserquelle zurück war, wurde es dunkel. Sich im dunklen, unbekannten Wald zum Lagerplatz zurückfinden zu müssen, kann doch recht unangenehm werden.
Fürs nächste Mal kenne ich meinen Platz jetzt schon und kann einen wesentlich schnelleren Weg dorthin nehmen. Was ich hier also gelernt habe, ist mehr Wasser einzupacken, wenn ich in einem Wald unterwegs bin, den ich nicht kenne. So ist man nicht darauf angewiesen, Wasser zu finden.
Was meinst du?
Was ist deine Meinung zu meinem Winter-Setup mit dem Savotta Jäger S? Schreib mir doch gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag und wir können ein bisschen quatschen!
Schönen Abend noch.